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Sonntag 11:30 ...

und was macht ein treusorgender Familienvater um diese Uhrzeit mit seinen Kindern?

Richtig!

Sendung mit der Maus gucken!

Endlich brauche ich keine Ausrede mehr, warum ich als erwachsener Mensch mitten am Vormittag fernsehe. Als Kind habe ich diese Sendung schon geliebt und daran hat sich nichts geändert. Ich glaube sogar, die Sendung mit der Maus macht mir sogar mehr Spaß als damals. Zumal, wenn ich in die Gesichter meiner Kinder schaue, die mit großen Augen völlig gespannt den Beiträgen zusehen. Da gibt es leuchtende Kinderaugen als extraplus für den Papa.

Nur gab es einen kleinen Wehrmutstropfen am Rande. Ich habe mir die Fernsehzeitung angeschaut, ob denn die Sendung mit der Maus auch wirklich kommt, denn leider fällt die Sendung mit der Maus schon einmal weniger interessanten Beiträgen zum Opfer. Auf der Rückseite der Fernsdehzeitung ist, wie so häufig eine ganzseitige Krombacher-Anzeige. Die hat mein vierjähriger Sohn auch gesehen und fragt mich allen Ernstes: Papa, kommt heute auch Formel 1?
Ich war baff. Hat doch der gute Junge die massive Werbeoffensive dieser Brauerei während der Formel 1 Übetragungen schon so verinnerlicht, das er das Webemotiv in seinem kleinen Kopf schon untrennbar mit der Formel 1 verknüpft hat. Mich hat das nicht nur gewundert, sondern geärgert und ich überlege mir, ob ich mir in Zukunft die Rennen überhaupt noch ansehen soll.
Obwohl ich gerne Bier trinke und zu meiner Schande gestehen muß immer noch zu Rauchen, bin ich doch mehr und mehr Gegener von Werbung für Alkohol und Tabak, besonders zu Sendezeiten, zu denen kleine Kinder vor dem Fernseher sitzen können. Und wenn ich es mir genau überlege, sollte Werbung für gesundheitsschädliche Produkte ganz verboten werden!

Sag ich doch

Wesentlich elaborierter und differenzierter beschreibt Ralph Giordano heute auf SpOn das, was mir gestern durch den Kopf ging, als ich meinen aufgeregten Kommentar zu den neuerlichen Meldungen über das Thema Rechtsextremismus schrieb.

Ich bin nicht immer ein Freund dessen, was Herr Giordano sagt, aber diesesmal kann ich ihm fast ausnahmslos Zustimmen.

Daher: Lesebefehl!

Gastkommentar: "An dieser Untat ist ganz Deutschland beteiligt" - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Sie sind unter uns ...

Hier und hier und hier auch.

Die Meldungen über rechtsextremes Gedankengut sind auf dem Vormarsch. Nicht erst seit den Wahlerfolgen der NPD bei diversen Kommunal- und Landtagswahlen. Und immer noch stammeln unsere Politiker hilflos vor sich hin, reden davon mit demokratischen Mitteln vorzugehen, den menschen das ware Gesicht des rechtsextremen Gedankenguts zu zeigen und und und. Die Versäumnisse sind nicht aufzuzählen. Die Gelegenheiten bei denen Politiker etablierter Parteien den rechtsextremen verbal die Bälle zuspielen sind ungezählt. Die Braune Soße kocht und wird immer mehr.

Es wird Zeit Zeichen zu setzen. Nein längst hätte es schon geschehen müssen. Und hier sind wir alle gefordert. Jeder muß sich einmischen, wenn er hört wie dummes Zeug erzählt wird. Egal wo! Niemand darf wegsehen wenn Menschen drangsaliert werden. Jeder sollte seine Angst überwinden und eingreifen, auch wenn man dabei manchmal ein Risiko dabei eingehen sollte.

Keine Macht den Braunen Schweinen!

Merk(el)würdig

Manchmal muß? man eben zwischen den Zeilen lesen. Ich habe mir auf SpOn eben einen Artikel zum heutigen Energiegipfel durchgelesen, und da fallen mir doch zwei Sachen auf:1) Frau Merkel sagte zum Thema Ausstieg aus der Kernergie:"Zu dieser Koalitionsvereinbarung stehen wir."Aha, da gibt es also Koalitionsaussagen und Vereinbarungen zu denen man NICHT steht. Überrascht mich aber nicht wirklich.2) Die Kernergie habe allerdings international "eine eher zunehmende Bedeutung".Aber doch nicht etwa, weil sich damit viel leichter Geld verdienen lässt? Kernkraftwerke mit Ihrer äußerst komplexen Technik sind extraordinär teuer. Auf die Lebenszeit eines Kraftwerkes gerechnet, schneiden Kernkraftwerke trotz der immensen Kosten aber immer noch am Besten ab. Hier lässt sich insgesamt am Meisten Geld verdienen, vor allem, wenn die Laufzeiten eines Kraftwerkes nur lang genug sind. Fragt sich nur warum?Könnte es damit zu tun haben, das die Enrgieversorger die Folgekosten, sprich die Endlagerung des Atommülls nicht selbst bezahlen müssen? Schon gar nicht, weil auch heute immer noch niemand weiß, wohin mit dem Zeug? Und das, obwohl das erste kommerzielle Kernkraftwerk in Deutschland vor ziemlich genau vierzig (!!!) Jahren ans Netz ging. Hier baut man aus Gewinnsucht immer noch auf eine Technologie, mit deren Folgen man nach fast einem halben Jahrhundert Forschungsarbeit nicht umzugehen weiß Meines Erachtens gibt es zum Ausstieg aus der Kernergie keine Alternative. Neben der unbestrittenen Gefährlichkeit dieser Technik und den ungelösten Entsorgungsfragen des Radioaktiven Abfalls gibt es aber auch weitere Gründe, an diesem Ausstieg festzuhalten. Der durch den Ausstieg aus der Kernergie enstehende Innovationsdruck wird in Deutschland zur Zeit noch als künftige Versorgungsunsicherheit gesehen.Dabei bietet er der deutschen Forschung und der deutschen Industrie enorme Chancen. Hier gilt es sich, gefördert durch den entstandenen Druck, eine technologische Vormachtstellung zu erarbeiten, die sich in der Zukunft mehr als auszahlen wird. Wer sich auch nur am Rande z.B. mit Photovoltaik befasst, der wird früher oder später darüber stolpern, das Deutschland hier schon zu den führenden Nationen in der technischen Entwicklung gehört. Diese Fortschritte und Erfolge gilt es mit Hochdruck zu fördern um in Zukunft saubere Energie herzustellen, und der Welt zu zeigen das es auch anders geht. Und der Welt zu zeigen WIE es anders geht. Damit kann man Zukunft sichern. ökologisch und ökonomisch.Das ist die eigentliche Chance des Ausstieges aus der Kernergie.

Prognose

Nachdem die Gesundheitsreform zumindest meiner Meinung nach gründlich den Bach runter gegangen ist, überbieten sich die Parteigrößen der Großen Koalition in Dünnhäutigkeiten. Da wird kreuz und quer aufeinander eingedroschen, das sich die Balken biegen. Dabei wird aber stets beteuert, die "Koalition steht"!
Ich frage mich allerdings, wie das so weiter gehen soll, wenn neben den Schwierigkeiten der politischen Herausforderungen, sich zunehmend auch persönliche Animositäten in den Vordergrund spielen. Das Herr Struck und Herr Stoiber z.B. sicherlich nie mehr gute Freunde werden, ist nicht verwunderlich, aber auch nicht notwendig. Das aber das mediale Getöse zwischen den Führungsfiguren der GröKaZ inzwischen alle Inhalte übertönt ist auch nicht wünschenswert. Sich den schwarzen Peter in die Schuhe schieben ist das Eine, auf politischer Ebene zu versagen ist das Andere. Hier kann sich keine der beiden verantworltichen Parteien aus der Verantwortung stehlen, egal wie viele Nebenkriegsschauplätze eröffnet werden.

Ich gebe der Koalition höchstens noch bis Weihnachten!