Gestern am Tag 2 habe ich es nicht geschafft etwas über die re:publica zu erzählen und auch heute wird das sicher wenig werden. Für mich als Newbie ist die re:publica eine Riesenwundertüte. Das Programm das ich mir ausgesucht habe ist so proppenvoll und doch kann ich nur einen Bruchteil der Vorträge ansehen, die mich interessieren würden. Abgesehen davon gibt es auch in der Ausstellung und drumherum so viel zu entdecken, dass es fast schon ein wenig viel ist.
Und das ist auch schon dass erste Learning für eine nächste re:publica. Mehr Fokussierung und mehr Konzentration. Es ist aussichtlos so viel sehen und hören zu wollen und es ist dann auch leicht ein wenig zu viel von allem.
Schön ist es jedenfalls, dass es so ein gemischtes und kunterbuntes Publikum ist. Da sind wirklich Menschen jeglicher Profession, jeglichen Alters und alle mit unterschiedlichen Interessen. Was aber alle eint, neben Ihrem Interesse am Digitalen, scheint mir der Umstand zu sein, dass alle sehr offen und freundlich miteinander umgehen. Das ist schon anders, als man es oft im Netz erleben kann.
Darauf vertraue ich auch für den heutigen dritten und letzten Tag auf der re:publica. Interessante Vorträge, gute Gespräche und eine freundliche und offene Stimmung. Alleine das ist schon ein Gewinn, dass man nicht nur den facettenreichen fachlichen Input und Austausch hat, sondern dass man sieht - das Netz wie es sein sollte - ist möglich, trotz aller Trolle und Idioten. Wir müssen nur beharrlich sein und freundlich bleiben, dann kann uns dieses Netz niemand nehmen.
Eben die Eröffnungsveranstaltung besucht und ich muss sagen - ich freue mich wie Bolle. Eine offene Gesellschaft braucht ein offenes Internet. Braucht Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit. Und genau darum wird es hier gehen. Das Programm ist dermaßen bunt und vielfältig und die Besucher sind es im Übrigen auch. Alleine das Herumgehen und Herumschauen ist eine wahre Freude.
Einziger Wermutstropfen bisher: Es sind so viele Vorträge und Workshops die mich interessieren, die kann ich unmöglich besuchen. Leider leider leider muss ich mich ständig entscheiden. Einziger Ausweg - ich lasse mich ein wenig treiben. Ein paar wenige Eckpunkte habe ich mir gesetzt, der Rest muss sich einfach ergeben. Je nach Laune und teilweise auch je nachdem, welcher Raum wohl der nächste sein wird.
Das Motto der diesjährigen re:publica: LOVE. OUT. LOUD. Ich denke das meinen das ernst hier und ich habe die feste Absicht, da mitzumachen ;-)
Jetzt gleich: Spread the truth auf Stage T. Session Politik & Gesellschaft. Der Themenbereich, der mich grundsätzlich am meisten interessiert. Bin hochgespannt und voll motiviert.
Horst Seehofer verlängert, indem er den Rückzug vom Rückzug verkündet. 2018 tritt er noch einmal an, obwohl er dies mehrfach verneint hatte, seinen Abschied verkündet hatte. Nachrichten und Zeitungen sind voll von Spekulationen, was ihn dazu veranlasst hat.
Eine dieser "Theorien" lässt mich fast kotzen!
Seehofer wartet auf Karl-Theodor von Guttenberg.
Nicht dass ich jemals etwas von der CSU gehalten hätte - aber das wäre mir dann doch zu viel.
Obwohl - eine Steigerung von "unwählbar*" gibt es ja zunächst nicht.
*(AfD**, NPD, NSDAP, Republikaner, CSU, ....) **( Ja! Die stehen absichtlich an erster Stelle!)
Wenn ich an den Umfang und die Anzahl eingesetzter Programme in meinem Beruf denke, war es früher tatsächlich besser (leichter).
Da gab es nur sehr teure und Alleskönnenden Spezialsoftware und Basta.
Heute gibt es unzählige kleine Tools und Helferlein, sowohl Off- als auch Online, und das zum Teil sogar kostenlos. Neue Möglichkeitenohne Ende, aber alle diese kleinen Miststücke haben Bugs und Schwächen und viele "wenns".
Es war früher besser! Teuer, aber besser. Wenn ich überlege, wie viel Zeit heute damit verplampert wird um Geld zu sparen - da war früher "teuer" wahrscheinlich dann doch billiger.