Der IKEA-Kanzler
Der IKEA-Kanzler
Was hat Friedrich Merz mit IKEA tu tun?
Auf den ersten Blick erst einmal gar nichts. Dennoch - hier tun sich Paralellen auf zu Dir und mir und jeder Person, die schon einmal Möbel zum selber aufbauen bei IKEA gekauft hat.
Die Situation ist nämlich Folgende:
Ein Mann (es sind eigentlich immer die Männer) kauft auf Veranlassung (und unter Begleitung) seiner Lebensbegleitenden Person ein Möbelstück bei IKEA (und viele weitere Dinge die man nicht braucht, aber unbedingt braucht). Ein Regal, eine Kommode, ein Fernsehschrank - das ist eigentlich egal.
Der Mann (es sind eigentlich immer Männer) knurrt und fügt sich willig. Die Beute (zu groß) wird irgendwie in das Auto (zu klein) bugsiert und dann geht es "ab nach Hause".
Jetzt sind aber nicht nur diese frisch erworbenen Möbelstücke groß, sondern auch die Erwartungen an ein schöneres und wohnlicheres Zuhause. Es soll eine Aufwertung werden, besser werden, schöner werden, mehr "Zuhause" werden. Man soll sich fühlen, so heimelig wie damals bei Oma und Mama, bei Opa und Papa - nur schöner, moderner, zeitgemäßer. Hauptsache: deutsch - GEMÜTLICH.
Der unwillige Mann (es sind eigentlich immer Männer) hätte ja Alles lieber so gelassen wie es ist (war doch noch gut so) und sich die unnötigen Ausgaben gespart (so viel Geld für unnötigen Tand), aber wegen des Hausfriedens musste es dann doch einmal so sein. Wohnung aufhübschen um des lieben Friedens Willen, aber nicht so teuer und man kann ja vieles selber machen. Gut - wenn es also sein muss, dann IKEA.
Der Mann also (es sind eigentlich immer die Männer) ist schlecht gelaunt zu IKEA hin, musste einen viel zu umfangreichen Einkauf in ein viel zu kleines Auto packen und hat ja doch nur den ersten Schritt getan. Die Möbel sind im Auto, die lebensbegleitende Person freudig erregt, aber zuhause hat sich ja noch nichts geändert. Das kommt ja noch.
Zuhause angekommen wird das "viel zu viel" und "gar nicht nötig" nun ausgeladen und in die Wohnung verfrachtet. Jetzt herrscht natürlich Chaos und Gemütlichkeit inzwischen all der Kartons ist auch nicht mehr. Die lebensbegleitende Person ist vorläufig glücklich, der Mann (es sind eigentlich immer die Männer) könnte nun den Tag bei einem Bier mit Bratwurst beenden, aber unausgesprochen liegt da eine Frage im Raum: Wann?
Frieden und Weltfrieden sind wichtige Dinge. Wichtiger aber als all das ist natürlich der Hausfrieden - dafür muss man Opfer bringen.
Der Mann (eigentlich sind es immer die Männer) ist mürrisch, fügt sich aber der unausgesprochenen Erwartung der lebensbegleitenden Person und denkt sich - "das bißchen IKEA ist doch nicht so schwer" und will es hinter sich bringen. Es werden Kartons aufgerissen, Bretter verteilt, Schraubenpäckchen beiseite verlegt und eine größere Anzahl an Inbusschlüsseln auf einen Haufen geworfen. Die Anleitungen gleich mal ins Altpapier - so ist etwas mehr Ordnung und Übersicht.
Und wer weiß es nicht - die nichtssagenden, völlig überflüssigen Anweisungen des Grundgesetztes - äh - der Aufbauanleitung . die benötigen wir Männer (es sind eigentlich immer die Männer) natürlich gar nicht.
Wir haben ein großes Reportoire an Werkzeugen (elektrisch, selten gebraucht) und jede Menge handwerkliches Wissen, denn sonst hätten wir unser Haus gar nicht selbst (von Freunden und Familie) bauen (lassen) können.
Testosterongeschwängert, bewaffnet mit unbegrenzten Möglichkeiten (mehrere Akkuschrauber mit großen Batterien (vollgeladen mit Selbstvertrauen)) gehen wir Männer (es sind eigentlich immer die Männer) also an die Arbeit.
Wäre ja gelacht - natürlich bauen wir zehn Regale, dröllfzig Kommoden, eine Küche und drei Betten (die wir gar nicht haben wollten (war ja noch gut so), heute Abend in zehn Minuten zusammen - damit endlich Ruhe einkehrt und die lebensbegleitende Person nichts mehr zu meckern hat (dafür aber Rufe der Bewunderung und Dankbarkeit).
Also - Zähne zusammenbeißen, beide Akkuschrauber zwischen die Pobacken klemmen und los geht?s. Was könnte schon schiefgehen?
Wollt Ihr wissen, wie es weiter geht und warum das die perfekte Parabel auf Friedrich Merz wird?
Dann schreibt "Teil 2" in die Kommentare.
Und die ganz Kreativen von Euch dürfen die Geschichte in den Kommentaren einfach weiterschreiben. Mal sehen, wie viele Varianten es von dieser Geschichte geben könnte :-)
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