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Flashback

Gerade haben wir zu Abend gegessen und während des Essens lag, so wie so oft, unser Hund unter dem Tisch und schlief.
Das tut er eigentlich immer. Sobald wir uns an einen Tisch setzen kommt er, legt sich unter den Tisch und macht es sich zwischen all den Füßen gemütlich,

So eben auch heute.

Nach dem Essen sah ich unter den Tisch und da lag er auf der Seite, atmete tief und fest und hatte die Augen geschlsossen, Und er strahlte eine solche Ruhe und Zufriedenheit aus, einen Frieden, der mich einfach anzog.
Also begab ich mich auf den Boden, kroch unter den Tisch und nahmen den Hund in den Arm, vielmehr seinen Kopf - und küsste ihn auf die Stirn.
Und dann roch ich an ihm, denn sein Kopf riecht einfach furchtbar gut. Erdig und moosig und irgendwie auch nach Honig und frischer Luft, nach Wiese und - einfach nach Hund.

Und als ich meine Nase hinter sein linkes Ohr steckte und tief daran roch hatte ich ihn - diesen Flashback.

diese Erinnerung an meine Kindheit, An meinen damals besten Freund. Den Sohn des Försters. Die Försterfamilie mit drei Jaghunden. Bayrischen Gebirgsschweißhunden. Einer schöner als der Andere.
Und es war dieser Geruch meines Hundes, der mich zurückführte in deren Haus. Dieses Haus, das von oben bis unten - in jedem Zimmer und jedem Winkel genauso roch wie mein Hund eben gerade. 
Erdig und moosig und irgendwie auch nach Honig und frischer Luft, nach Wiese und - einfach nach Hund.
Nach Abenteuer und Freiheit.

Wie gerne war ich damals dort im Försterhaus. Mit den lieben Menschen dort, den Hunden und all den anderen Tieren, die sie hatten. Den Hühnern und Enten und Gänsen. Den Rindern und Kühen und diesem riesigen Stier, der mir den Zeh brach als er draufgetreten ist. 
Und den Ponys, mit denen wir vom Forsthaus in den Wald ritten, Spechthöhlen fanden und Rehkitze. Wildschweine aufstöberten  und uns vom Acker machten, weil sie Ihre Frischlinge beschützten.

Und so habe ich einen Flashback - weil mein Hunde riecht. 

Erdig und moosig und irgendwie auch nach Honig und frischer Luft, nach Wiese und - einfach nach Hund.
Und nach Abenteuer und Freiheit.

Und nach dem Förstehaus der Familie Becker, nach meiner Kindheit und nach Unbeschwertheit. Und nach einer Welt, die es ohne Einschränkungen und Angst zu entdecken gilt.

So riecht mein Hund.

Und deswegen muss ich nun wieder unter den Tisch.

 

Corona und Impfen

Meine Meinung:

Der zuverlässigste und effektivste Weg ein normales Gesellschaftsleben zurück zu gewinnen ist das Impfen.
Und ja - ich sympathisiere - bei aller Komplexität  und einigen Widersprüchen - am Ende mit einer Impflicht!
Warum?
Weil mich die Summer der Argumente pro Impfen und pro Impfpflicht überzeugt!

Möchte ich diese Argumente aufzählen oder darüber diskutieren?

NEIN.

Sorry - es ist Alles gesagt, alles diskutiert. Ich habe mir eine Meinung gebildet und bin kein Papagei.

Du hast Deine Meinung und bist dagegen? Schön. Dann behalte Deine Argumente und Ansichten für Dich und sei auch kein Papagei und quatsche mich nicht ungefragt zum Thema an!
 Nur so können wir weiter miteinander existieren ohne zu streiten oder uns zu entzweien. Das wäre mir lieb.

Ich impfi! Morgen geboostert.

 

Fokus

Es sind die guten Tage, die unser Leben bestimmen sollten, die guten Augenblicke und die guten Gefühle.
Natürlich - zu Leben gehören auch Ungewissheit, Angst, Frust, Sorgen, Nöte und Emotionen wie Traurigkeit und Wut. Im Grunde hat Alles was wir erleben einen Gegenpart. Gut und Böse, Hell und Dunkel, Glück und Unglück.

Aber was von alledem soll unser Wohlbefinden bestimmen? Woran wollen wir unser Leben messen?
Ich denke - der Massstab sollte die guten Dinge sein, die guten Momente.
Dabei spielt es auch keine Rolle, ob diese Momente in der Überzahl sind, denn wir wissen ja - Qualität geht über Quantität.

Die guten Momente zählen! Sie zu sehen, sie zuzulassen, sie zu spüren - sie ganz in uns aufzunehmen und sie wertzuschätzen, dass sollte unser Leben bestimmen.

Heute war so ein guter Moment. Der Krebs meiner Frau ist weg. Was zählt sind die glücklichen Momente der Zukunft, die Ausscihten auf ein weiteres, gutes Leben. Was nicht zählt sind die Ängste und Sorgen der vergangenen Wochen oder die Ängste vor den Veränderungen die jetzt anstehen. Denn diese sind lediglich kleine Hausaufgaben auf unserem weiteren Weg.

 

2022

Neues Jahr - Neues Glück?
Ist es das, was wir wollen oder ist es einfach nur eine Floskel? Wollen wir "neues Glück"? Oder wollen wir nicht doch lieber ein wenig besinnlich sein, das Gute sehen das wir bereits haben? Wollen wir nicht einfach ein wenig zufrieden sein?

Ich glaube das ist es, was ich möchte. Nichts erwarten, mir nichts vornehmen, keine großen Pläne machen und nicht nach etwas suchen, dass ich vielleicht schon habe. Stattdessen etwas Bescheidenheit, Rückschau halten, Zufriedenheit finden und innere Mitte.
Wünsche sind schnell gedacht, gesprochen und - gewünscht. Aber Wünsche bergen auch immer ein wenig Unzufriedenheit in sich. Wünsche sprechen einerseits vom Fehlen und andererseits vom Wollen. Klar - Wünsche können motivieren, als Vorhaben oder Vorsatz verkleidet. Aber Wünsche sind eben immer auch Ausdruck einer Unvollkommenheit.

Ist unsr Leben unvollkommen? Fehlt etwas, sollte wirklich etwas anders sein?
Da ich das nicht immer so genau weiß, möchte ich eben in 2022 genau das. Einfach sein, einfach weitermachen. Lieben, Lachen und Weinen. Zusammen und gemeinsam sein mit den Menschen um mich herum. Aufstehen, Arbeiten, Essen, Schlafen, Freizeit haben, Spaziergänge machen, manchmal Nichts-Tun. Weitermachen also - nichts erzwingen und nicht unzufrieden sein.

Ich nehme das Leben - mein Leben - wie es ist. Und wie es eben auch gut ist und nicht unvollkommen oder mit einem Fehlen oder einem Mangel. Es ist wie es ist und es ist gut so. Und es gefällt mir.

Und auch die neuen Heruasforderungen die auf uns als Familie, die auf mich und meine Frau als Paar warten - auch diese neuen Herausfoderungen möchte ich begreifen als ein Weitermachen, als ein Weiter-So! Denn wir haben uns schon lange, leben lange gemeinsam, haben bereits viel gemacht und erlebt und auch bewältigt. Und genau so werden wir weitermachen und weiterleben. Irgendwie anders und doch genau so. Weitermachen in den Mauern unseres Alltags, unserer Erfahrungen, unserer Routinen und unserer Strategien. Und das wird gelingen, da diese Mauern auf einem soliden Fundament stehen.

Und dieses Fundament heisst Liebe.

Also wird 2022 wie 2021, 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, ... und all die Jahre zuvor.
Es wird ein Jahr der Liebe.