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Warum Jugendliche sich für Politik interessieren müssen

Eine oft gehörte Floskel, wenn bei irgendeinem Anlass Gehör und Gefallen junger Menschen (oder deren verklärten Eltern) gesucht wird ist dieses

“Die Jugend ist unsere Zukunft”.
Oder - wenn die Zielgruppe noch etwas jünger ist - 

“Die Kinder sind unsere Zukunft”.

Ganz ehrlich?

Scheiss drauf!

Meine Kinder sind nicht meine Zukunft. Meine Zukunft muss ich schon selbst in die Hand nehmen und bin auch durchaus in der Lage dazu. Genauso wie meine Eltern Ihre Zukunft gestalteten und deren Eltern die Ihre.

Wenn man das dann aber einmal so rückwärts betrachtet, dann fällt etwas auf. Nämlich das die jeweils vorige Generation die Zukunft der nachfolgenden Generation mitgestaltet hat.
Das macht dann mitunter das Gestalten der eigenen Zukunft etwas schwieriger.

Und noch etwas haben wir gelernt – die Generationen gestalten, trotz aller anderen Absichtserklärungen – entweder am Ende doch nur die eigene Zukunft, oder aber – wenn sie bei Ihren Entscheidungen einmal an die nachfolgende Generation denken, dann gestalten Sie das, was Sie glauben, es wäre (eventuell) die (gute) Zukunft der nachfolgenden Generation. (2tes Futur bei Sonnenaufgang! Kennen wir.))

Womit man irgendwie immer am Anfang wäre – jede Generation gestaltet Ihre eigne Zukunft UND ihre eigene Vision einer Zukunft für nachfolgende Generationen.

Dass dies nun eher schlecht als recht funktioniert, dazu seinen folgende Themenblöcke erwähnt, ohne Sie zu behandeln:

  • das deutsche Sozialversicherungs- und Rentenwesen
  • Atomenergie und Ihr langfristigen Folgen (Strahlung für tausend Generationen)
  • Klima-Klima-Klima ( und ja – es ist ein Drama)
  • globale Wirtschaftsgerechtigkeit (Gehungert wird Woanders – bitte!)
  • gerne Kinder kriegen (vielleicht auch viele.)


Wir lernen:
Liebe Kinder und Jugendliche,
wenn Erwachsene von Zukunft reden, dann geht es in aller Regel um Eure Zukunft. Diese aber gehört in der Tat Euch und wenn es stimmt, das jede Generation in gewisser Weise ihre eigne Zukunft im Fokus hat, dann habt ihr allen Grund Euch frühestmöglich und sehr intensiv damit zu beschäftigen. Und je früher Ihr Euch einmischt, umso mehr Zukunft ist es, auf die Ihr Einfluss nehmen könnt.

Weg mit dem Handy, rauf aus dem Sofa, ab in die Welt – es ist Eure Zukunft, die die Erwachsenen verjubeln.

Und was wir endgültig lernen:
Wenn Erwachsene sagen “Die Jugendlichen/ die Kinder sind unsere Zukunft”, dann meinen sie eigentlich – “Mist, keine Ahnung wie wir das wieder hinkriegen. Um den Scheiß müssen sich die Kinder kümmern.”

Alle 5 Jahre

Alle fünf Jahre wird in der Bundesrepublik ein neuer Bundespräsident gewählt und alle fünf Jahre bietet sich das gleiche Bild.
Unter den führenden Parteien wird eine Persönlichkeit gesucht und "ausgehandelt" und diese wird dann, mehr oder weniger problemlos von der Bundesversammlung gewählt.
Und in schöner Regelmäßigkeit wird dann das Thema Direktwahl des Bundespräsidenten thematisiert.

Die Kritik am bisherigen Procedere ist hinlänglich bekannt, Vieles daran ist sehr bereichtigte Kritik.
Auch ich würde gerne den Präsidenten direkt wählen.

Andererseits kenne ich bisher keine Vorschläge, wie es denn zur Wahl eines Kandidaten für eine Direktwahl kommen würde.
Stehen dann zwanzig KandidatInnen zur Wahl und am Ende haben wir einen Präsidenten/ eine Präsidentin, die im Xten Wahlgang mit 20% gewählt wäre?

Hätten wir Vorwahlen? Mehrere Wahlgänge?

Wer erhält Vorschlagsrechte und wie gewährleistet man, dass nicht doch irgendwelche Bevölkerungsgruppen sich aufgrund zahlenmäßiger Überlegenheit durchsetzen? Die Liste der Fragen ließe sich wohl noch weiter fortsetzen, Vorschläge dazu sind mir bisher nicht bekannt.

Aber etwas anderes macht mich noch sehr viel nachdenklicher.
Trotz aller Bekundungen über das mündige Volk treibt mich heute mehr denn je die Frage um - sind wir als Volk und Gemeinwesen wirklich gut gerüstet, unseren Präsidenten in Direktwahl zu wählen?

Wenn ich mir die Wahlbeteiligungen anschaue, dann komme ich zur Zeit zu einer negativen Einschätzung.
Das Argument - ein direkt gewählter Kandidat wäre sehr viel mehr ein Präsident des Ganzen Volkes, kann sich mir nicht erschliessen.
Gehen dann nicht wieder nur Teile - kleine Teile - der Bevölkerung zur Wahl? Ist das dann wirklich ein Repräsentant des Volkes? Des gesamten Volkes?

Ich wäre sehr dafür, dass wir in Deutschland den Präsidenten direkt und unmittelbar wählen.
Damit ich dem zustimme, müsste man mir aber einige Fragen beantworten.
Und die Wähler müssten in Form hoher Wahlbeteiligungen ersta mal zeigen, das sie es ernst meinen. Ernst meinen mit der Inanspruchnahme ihres wichtigsten Rechtes, Des Wahlrechtes, dass in meinen Augen, auch ohne das es geschrieben steht, eine Wahlpflicht ist.

Wer sich das Recht zur Direktwahl mit Argumenten erstreiten will, sollte meines Erachtens durch seine Wahlbeteiligung beweisen, dass er dieses Recht in Anspruch nehmen möchte.

Wir kennen alle die Kritik, dass die gewählten Volskvertreter aus vielerlei Gründen angeblich nicht den Willen der Bevölkerung repräsentieren.

Ich möchte keinen Präsidenten, auf den diese Kritik ebenfalls angewandt werden wird.

Ich möchte einen Präsidenten/ eine Präsidentin, selbst wenn sie von anderen vorgeschlagen und "ausgewählt" wurde, die im poltischen Betrieb erfahren und anerkannt ist, die sich auf dem internationalen Parkett auskennt, die bewiesen hat, dass sie unsere Geschichte kennt und ernst nimmt. Ich möchte jemand in diesem repräsentativen Amt, der repräsentieren kann und politisch wirken kann.

Da nehme ich es bisher gerne in Kauf, dass es so läuft wie es läuft.

Und irgendwann, wenn die Bürger sich mir bewiesen haben, wenn sie wieder an die Wahlurnen streben und unser Land mitgestalten anstatt es nur zu kritisieren - irgendwann dann werde ich mit Freude und Überzeugung für eine Direktwahl unserer Präsidentin/ unseres Präsidenten argumentieren.

Dann!

Rechte Medien

Einen erhellenden und lesenswerten Beitrag über rechten Medien findet ihr bei correctiv.org

Dort „informieren“ sich AfD und Sympathisanten ...

Es ist notwendig, sich mit diesen Quellen zu beschäftigen, besonders nun, wo es nicht mehr lange dauern dürfte bis der Wahlkampf beginnt.

Das Lesen dieser Medien darf man nicht nur deren Zielgruppen überlassen. Da muss man schon mal reinschauen, sich ein Bild davon machen und sehen, wo und wie man dagegenhalten kann.

Den Artikel und die Recherchen zu einigen der rechten Medien findet ihr hier:

https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2016/12/27/medien-editorial/