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Hätte, wäre, wenn - war früher alles besser?

Wenn ich an den Umfang und die Anzahl eingesetzter Programme in meinem Beruf denke, war es früher tatsächlich besser (leichter).

Da gab es nur sehr teure und Alleskönnenden Spezialsoftware und Basta.

Heute gibt es unzählige kleine Tools und Helferlein, sowohl Off- als auch Online, und das zum Teil sogar kostenlos.
Neue Möglichkeitenohne Ende, aber alle diese kleinen Miststücke haben Bugs und Schwächen und viele "wenns".

Es war früher besser! Teuer, aber besser. Wenn ich überlege, wie viel Zeit heute damit verplampert wird um Geld zu sparen - da war früher "teuer" wahrscheinlich dann doch billiger.

Aber nun ja - ich wollte bloß ein wenig jammern.

 

#Brexit

Großbritanien hat sich entschieden und das mit einer denkbar knappen Entscheidung vor allem gemessen an der Tragweite, die weit über das Land hinausweist.

Ganz Europa und besonders Europas Presse verfallen in Schnappatmung und es wird munter spekuliert und geraten, was diese Entscheidung nun eigentlich bedeuten und bewirken kann.

Egal was passiert - es ist verheerend.

Denn diese vermeintlich demokratische Entscheidung entblösst die Schwächen der Demokratie:


Die Wahlanalysen zeigen - die Alten versauen den Jungen die Zukunft (sollte Euch übrigens bekannt vorkommen). Eine Entscheidung, die so sehr in die Zukunft vewrweist wird von jenen getroffen, die diese Zukunft am wenigsten noch erleben dürfen (müssen).
Hier wäre ganz klar darüber nachzudenken, ob nicht durch gewisse Formen der Stimmgewichtung ein Kräfteverhältnis hergestellt werden kann, das genau dies verhindert - das ungleiche Bevölkerungsgruppen ein Land spalten und Formen von Ungerechtigkeit schaffen, für die sie selbst nicht (mehr) gerade stehen müssen. Das einfach mal so als Denkanstoss.

Der zweite Denkanstoss:
Sollte man nicht darüber nachdenken, für Entscheidungen solcher Tragweite eine Wahlpflicht einzuführen und darüber hinaus eine Quote festzulegen, bei der die Entscheidung im Sinne des Begehrens akzeptiert wird? Jetzt stehen sich zwei nahezu gleich große Lager gegenüber und werden mit der Entscheidung leben müssen. Ein gespaltenes Land und die Folgen dessen sind ebenfalls noch nicht absehbar (Wird am Ende England ganz allleine da stehen? Was machen Schottland und Irland?).
Tatsache ist - dieses Referendum ist keine klare Entscheidung - müsste es aber sein. Meines Erachtens müsste man hier über andere Regeln nachdenken.

Die Diskussion ist eröffnet.

Dinge, die wir in Deutschland nicht mehr wollen (11)

Parteien oder Gruppierungen, die uns sagen, was wir lesen dürfen und was nicht.

Das Andere Deutschland wurde 1933 verboten. Den Nationalsozialisten gefiel nicht, was Autoren wie beispielsweise Kurt Tucholsky zu sagen hatten. Da wurde die Zeitschrift kurzerhand verboten.
So etwas passiert, wenn man Meinungsfreiheit als Lügenpresse tituliert, dass sollte man sich schon ganz genau überlegen.

Verboten Zeitung 1933.jpg
"Verboten Zeitung 1933". Licensed under Public Domain via Wikimedia Commons.

Krise?

Ich kann es nicht mehr hören!
Krise, Krise, Krise und man hört nichts anders als Ich, Ich, Ich und Du, Du, Du!

Die Welt verliert sich in Schuldzuweisungen und halbgaren Erklärungsversuchen. Ein Jeder ist sich selbst der nächste und wir haben mehr Lösungsansätze für unsere Krisen als Krisen selbst. Ein Experte jagt den nächsten, ein jeder hat ein in sich schlüssiges Weltbild und alle und keiner haben Recht.

Die Welt ist rund. Das ist eine Binsenweisheit – nein eine Tatsache. Und da kann es einfach vorkommen, das diese Welt von verschiedenen Standorten aus betrachtet zwar immer noch rund ist – aber – welch Überraschung, dennoch ganz anders aussieht. Das man sich nun darüber trefflich streiten kann, wie die Welt aussieht, zumal von anderen Standpunkten aus, das Erleben wir jeden Tag auf’s Neue und zur Zeit jeden Tag ein wenig mehr.

Aber was fehlt?

Die Einsicht!

Die Einsicht, dass die Welt so bunt wie rund ist. Und das es nun einmal Situationen gibt, in denen man sich erst mal Kümmern müsste. Um die Menschen, und darum, das das stimmt. Das mit der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Und der Würde und solchen Sachen.

Über das Rund und die Standorte und die Blickwinkel könnte man ja immer noch sprechen.

Jetzt müsste man erst einmal Machen! Einfach Machen – und zwar so, wie es die angeblich so ehernen und nicht diskutierbaren Grundwerte es doch geradezu diktierten. Man möchte gerade so schreien: “Nun mach doch erst mal! Um den Rest kümmern wir uns später!”

Und ein kleine Erkenntnis wäre dazu noch wünschenswert und vor allen Dingen auch hilfreich:

Das, was wir heute erleben, ist immer auch ein Ergebnis dessen, was wir gestern getan haben.

Das hilft, dass spornt an, denn wenn wir heute helfen und zeigen was wir an Gutem zu tun imstande sind, dann verändert es das Morgen und lindert ein wenig das Gestern. Man muss halt Lernen.

Und Machen.